Africa-Europe Innovation Platform (AEIP)

FORSCHUNG. TRANSFER. WIRKUNG.

Internationaler Wissens- und
Technologietransfer

Wissenschaftliche Exzellenz entfaltet ihre volle Wirkung, wenn Erkenntnisse erfolgreich in die Praxis gelangen.

2 TrainingsmoduleKurssprache: EnglischAsynchrone Webinare

Wissen in die Anwendung bringen

Die englischsprachigen, kostenlosen Trainings wurden für die im Rahmen von Horizon Europe geförderte Africa-Europe Innovation Platform (AEIP) entwickelt.

In diesem Themenbereich vermittelt die IQIB-Akademie wissenschaftliche Grundlagen, Methoden und praxisnahe Instrumente für den erfolgreichen Transfer von Wissen und Technologie in Innovationsökosysteme. Unsere englischsprachigen Trainingsmodule stellen international etablierte Transferkonzepte und -ansätze vor und vermitteln praxisnahe Transfertools und Methoden, die Forschende, Transferbeauftragte und Innovationsmanager dazu befähigen, Wissen und Technologie ko-kreativ zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen. Neben einem Fokus auf den Reifegrad des Transferobjekt werde dabei auch gezielt das externe Innovationsumfeld und interne Transferorganisationsprozesse mit in den Blick genommen.

Lernen Sie international etablierte Transferansätze kennen und nutzen Sie konkrete Werkzeuge, um Wissen und Technologie gemeinsam mit relevanten Akteuren weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen der Reifegrad Ihres Transfervorhabens, das externe Innovationsumfeld und die internen Transferprozesse Ihrer Organisation.

Ihr Lernweg – flexibel kombinierbar
Unsere beiden Trainingsmodule im Bereich Wissens- und Technologietransfer bauen auf, sind allerdings unabhängig voneinander konzipiert worden. Keines der beiden Module setzt Vorwissen aus dem anderen Modul voraus. Um bestmöglich von dem darin bereitgestellten Wissen zu profitieren, empfiehlt sich jedoch ein Besuch beider Module.

MODUL 01 · ENGLISCH

Mechanismen des Wissenstransfers

Knowledge Transfer Mechanisms

Wissenstransfer geht weit über den reinen Technologietransfer oder den Verkauf von Patenten hinaus: Er umfasst die Weitergabe und gemeinsame Generierung von Fähigkeiten, Erfahrungswerten und institutionellem Know-how. Ein erfolgreicher Transfer findet antizipativ, systemisch, und ko-kreativ unter Einbeziehung von Schlüsselakteuren aus dem Innovationsumfeld statt. Er erfordert die Überwindung von Barrieren auf persönlicher, organisationaler, systemischer und thematischer Ebene.

Dieses Modul vermittelt ein modernes Verständnis von Innovationsökosystemen und stellt einen konkreten werkzeuggestützten Baukasten für die Praxis bereit. Die Teilnehmenden lernen internationale Transferansätze und Evaluierungsrahmen (u. a. der EU-Kommission und WIPO) kennen, sowie maßgeschneiderte Mechanismen zur aktiven Einbeziehung von Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft. Ergänzt wird das Training durch Einblicke in die Themen Forschungssicherheit und Risikomanagement, die sich insbesondere auf die Ansätze von Safeguarding Science zur Sicherheit in internationalen Kooperationen stützen.

Das lernen Sie

  • Grundlegende Transferkonzepte und deren Entwicklung zu verstehen: (u.a. Wissens- und Technologietransfer, Wissensverwertung, Innovationsökosystem, Helix-Ansätze).
  • Internationale Modelle und Ansätze zu kennen (Technologiereifegrade, Valley of Death in der Innovation, 7 Kanäle der Wissensverwertung des EU JRC, WIPO Lab-to-Market Sequence, ASTP Transferwürfel).
  • Kritische Transferinstrumente und -prozesse anzuwenden, um Innovationsakteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und der Zivilgesellschaft gezielt in die Wissens- und Technologiegenerierung miteinzubinden.
Für wen ist der Kurs geeignet?
  • Führungskräfte sowie Transfer- und Verwertungsbeauftragte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Innovationsmanagerinnen und -manager in Verbänden, Intermediären, Clustern und TTOs
  • Verantwortliche für Forschungsförderung, Innovationspolitik und Regionalentwicklung in Ministerien und Förderagenturen
  • Forschende und Konsortialleiter in multilateralen Verbundprojekten
Kursinhalte & Praxisübungen

Teil I: Grundlagen des Wissenstransfers & Innovationsökosysteme

Die Wissenspyramide (Daten – Information – Wissen) und Differenzierung von explizitem, implizitem und tazitem Wissen.

Paradigmenwechsel: Vom linearen Transfermodell zur Vier- und Fünffachhelix.

Die 4 Transferdimensionen (personal, organisational, systemisch, thematisch) und typische Herausforderungen.

Praxisübung: Ecosystem Mapping – Verortung der eigenen Organisation im Ökosystem und Identifizierung grundlegender Herausforderungen.

Teil II: Internationale Modelle und Ansätze

Reifegradansätze und das Valley of Death in der Innovation

EU JRC 7 Kanäle der Wissensverwertung, ASTP Transferwürfel und andere international etablierte Ansätze

Praxisübung: Valorisation Channels Mapping – Zuordnung bestehender Aktivitäten zu Verwertungskanälen und Erschließen ungenutzter Pfade.

Teil III: Der praktische Werkzeugkasten: Transfermechanismen

Mechanismen zur Wissensgenerierung

Ko-kreative Mechanismen zur Generierung von sozio-ökonomischem Impact

Mechanismen zur strategischen Planung und Ökosystemorchestrierung

Mechanismen für Skalierung und Innovation

Praxisübung: 30-Tage-Aktionsplan – Auswahl geeigneter Mechanismen und Formulierung des ersten konkreten Umsetzungsschritts.

Teil IV: Risikomanagement und Versicherheitlichung von Forschung, Technologie und Innovation

Spannungsfeld zwischen Open Science und Wissenschaftsversicherheitlichung

Risiken im Wissenstransfer und in internationalen Kooperationen

Instrumente und Ansätze zum Umgang mit Risiken

Methodik & Format

Format: Webinar (asynchron)

Didaktik: Vortragsimpulse, Best-Practice-Analysen, individuelle Praxisübungen, kollaborative Reflexionsrunden, und praxisbezogene Aktivitätenplanung.

Zum Kurs auf der AEIP-Plattform ↗

MODUL 02 · ENGLISCH

Von der Forschung zum marktfähigen Produkt

Turning Research into Products

Viele exzellente Forschungsvorhaben scheitern beim Übergang von der Grundlagenforschung in die praktische Verwertung an der sogenannten „Valley of Death in Innovation“. Ursachen hierfür sind selten fachliche Mängel, sondern strukturelle Finanzierungslücken, fehlende Marktkompetenzen und mangelnde Einbeziehung von kritischen Akteuren und Perspektiven entlang der Vierfachhelix in Innovationsökosystemen.

Dieser praxisorientierte Intensivkurs baut auf den im Modul „Mechanismen des Wissenstransfers“ vorgestellten Transfermechanismen auf.

Er vermittelt Forschenden und Transferverantwortlichen eine flexibel anpassbare Foresight-Methode, die es ermöglicht, ausgewählte Transferinstrumente und -mechanismen gezielt miteinander zu kombinieren, um das Valley of Death zu durchschreiten: das Transfer-Roadmapping. Anstatt Verwertungsfragen erst nach Projektabschluss zu adressieren, lernen die Teilnehmenden, Innovationshemmnisse frühzeitig zu diagnostizieren und eine mehrdimensionale Roadmap zu entwickeln, die Technologieentwicklung, Nutzerbedarfe, Regulierung, Geschäftsmodellierung und Fördermittel von Beginn an zusammenführt und dabei auch interne organisationale Transferprozesse berücksichtigt.

Das lernen Sie

  • Verschiedene Reifegradmodelle zu kennen und die Transferreife ihrer Forschungsvorhaben anhand dieser Modelle einzuschätzen.
  • Einen antizipatorischen und ex-ante-Ansatz anzuwenden, um Markt-, Politik- und sozioökonomische Faktoren frühzeitig in die Planung von Forschungs-, Transfer- und Kommerzialisierungsvorhaben miteinzubeziehen.
  • Transfer-Roadmaps Schritt-für-Schritt zu entwerfen, um sich einen individuell gestaltbaren und flexibel anpassbaren Weg durch das Valley of Death in Innovation zu bahnen.
Für wen ist der Kurs geeignet?
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Projektleitende an Universitäten und Forschungsinstituten
  • Mitarbeitende aus Technologietransferstellen, Innovationsbüros und Gründungszentren (TTOs)
  • Fach- und Führungskräfte für F&E-Strategie, Verwertung und Kooperationen
  • Gründungsinteressierte Akademikerinnen und Akademiker (Spin-off-/Start-up-Initiativen)
Kursinhalte & Praxisübungen

Teil I: Reifegradmodelle & das „Valley of Death“ im Innovationsprozess

Ursachen und Phänomene des „Valley of Death“ zwischen Grundlagenforschung (TRL 1–3) und Marktreife (TRL 7–9).

Das Zusammenspiel von technologischer Machbarkeit (TRL), gesellschaftlicher Akzeptanz (SRL) und wirtschaftlicher Tragfähigkeit (CRL).

Das Vierfach-Helix-Modell als Innovationsgrundlage.

Praxisübung: Readiness Self-Audit – Bewertung des eigenen Projekts und Bestimmung des niedrigsten Reifegrads als unmittelbarer Engpass.

Teil II: Die Innovations-Roadmap – Strategische Pfade zur Verwertung

Schritt-für-Schritt-Entwicklung einer Roadmaparchitektur, entlang sechs Planungsperspektiven, die den Forschungs- bzw. Transfergegenstand (Reifegradansätze), das externe Innovationsumfeld (Vierfachhelix) und die internen Organisationssicht (Transferprozesse) in den Blick nimmt.

Vorstellung einer beispielhaften Kommerzialisierungsroadmap

Praxisübung: Der 48-Stunden-Aktionsplan – Ableitung der nächsten operativen Meilensteine zur Weiterentwicklung des eigenen Transfervorhabens.

Methodik & Format

Format: Webinar (asynchron)

Didaktik: Strukturierte Impulsvorträge, Praxisbeispiele, interaktive Selbstaudits

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Funded by the European Union

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